1. Theoretische Begriffe
2. World Wide Web
3. Andere Dienste des Internet
3.1. Email
3.1.1. Das email-Programm konfigurieren
3.1.2. Meldungen abschicken
3.1.3. Meldungen empfangen
3.1.4. Was ist beim Schreiben von emails zu beachten?
3.1.5. Attachments
3.1.6. Mailinglisten und Newsletters
3.2. Newsgroups (Diskussionsforen)
3.2.1. Wie sind Newsgroups zu konsultieren?
3.2.2. Wie schreibt man selber einen Diskussionsbeitrag?
3.3. Datenübertragung via FTP
3.3.1. Herunterladen «download»
3.3.2. Hochladen «upload»
4. Publikation einer Web-Site.
Die elektronische Post (meist email genannt) war lange Zeit der am meisten benutzte Dienst des Internet. Auch mit der wachsenden Bedeutung des Web bleibt email das Kommunikationsmittel, das am weitesten verbreitet ist. Seine weitergehenden Funktionen wie die Möglichkeit, Dateien von irgendeinem Typ an die Meldung anzuhängen, verleihen ihm ein sehr bedeutendes Wachstumspotential. Es ist damit zu rechnen, dass email mittelfristig die überholte Fax-Technologie ersetzen wird.
Es gibt Programme, die speziell an die email-Funktionen angepasst sind (wie Outlook Express oder Eudora). Diese Programme sind besonders effizient, wenn es darum geht, bedeutende Mengen elektronischer Post zu bearbeiten. Für die meisten Benutzer genügen jedoch die email-Funktionen, die in den Browsern integriert sind.
Die Dienste der elektronischen Post funktionieren gemäss einem einfachen Prinzip: Jede Meldung trägt, genau wie bei den normalen Briefen der Post, eine Adresse, d.h. die email-Adresse des Empfängers. Ein Teil dieser Adresse bezeichnet den Server, bei dem sich der Briefkasten des Empfängers befindet. Auf diesem Server werden die Meldungen für jeden einzelnen Internetbenutzer zwischengelagert, der dort seine Adresse hat. Zudem muss auch jede Meldung, die ein Benutzer abschickt, einen Server passieren, der aber nicht immer mit dem vorherigen identisch ist.
Um den Briefkasten zu leeren oder Meldungen zu verschicken, ist es also nötig, Zugang zum Mailserver oder zu den Mailservern zu haben. Dazu müssen beim eigenen Mail-Programm (beim Netscape Communicator oder bei jedem andern Programm, das den Mailservice anbietet) die nötigen Einstellungen vorgenommen werden. Diese Konfiguration ist etwas technisch, aber unvermeidlich.
Zuerst muss man sich beim Provider die folgenden Informationen beschaffen:
Es bleibt nun noch, diese Informationen an der richtigen Stelle im Programm einzutragen. Im folgenden wird erklärt, wie es im Netscape Communicator zu erfolgen hat. Man wählt unter dem Menü Edit die Option Preferences. In der linken Fensterseite stehen nun verschiedene Optionen zur Auswahl. Von Interesse ist hier die Option Identity unter dem Titel Mail & Groups. Die untenstehende Abbildung zeigt dieses Fenster mit den richtigen Informationen an den entsprechenden Stellen (hier nur die email-Adresse und der eigentliche Name: «Michel Dupond»). Es ist natürlich möglich, diese Einstellungen zu personalisieren, namentlich durch die Eingabe einer Organisation, der man angehört, usw. Diese Informationen erscheinen dann in jeder künftig verschickten Meldung.

Die noch verbleibenden Informationen sind in der Option Mail Server im gleichen Fenster einzugeben (vgl. nächste Abbildung). Der Name des Benutzers gehört ins Feld Mail server user name, der SMTP server ins Feld Outgoing mail (SMTP) server und der POP server ins Feld Incoming mail server. Die übrigen Eingaben brauchen nicht geändert zu werden.


Ist diese Konfiguration beendet, klickt man auf den OK-Knopf und alles ist bereit, um Meldungen zu empfangen und zu verschicken. Das Passwort wird erst später benötigt, bei dem Abrufen der eingegangenen Meldungen auf dem Server.
Hier ist das Fenster, das erscheint, wenn man im Communicator im Menü Fenster auf Message Center klickt (man kann auch in der Komponentenleiste auf den Knopf Mailbox drücken) und sodann auf den Knopf New Msg.

Um ein email zu schreiben, gibt man die Adresse des Empfänger ins Feld To ein, zum Beispiel «michel.durand@cscfr.ch» und man schreibt ins Feld Subject: eine kurzen und prägnanten Text, der den Inhalt der Meldung wiedergibt. Nachher bleibt nur noch, den Text der Meldung zu schreiben und ihn zu unterzeichnen. Ein Klick auf die Schaltfläche Send schickt die Meldung ab.
Das Empfangen von Meldungen ist ebenso einfach. Man wählt das Message Center und klickt dann auf den Knopf Get Msg (man kann auch in der Komponentenleiste auf den Knopf Mailbox drücken). Das Programm fragt nun nach dem Passwort des Briefkastens.

Nachdem das Passwort akzeptiert wurde, holt das Programm die neuen Meldungen auf dem Server (beim Provider). Wenn alle Meldungen eingetroffen sind, öffnet sich das Fenster des Briefkastens. Mein Briefkasten unten enthält drei neue Meldungen.
Die erste Meldung kommt von Henrik Eriksson. Sein Titel (subject) ist «Re: Nuclear Power Plant Simulator». Der vollständige Text der Meldung ist im unteren Teil des Fensters zu lesen. Um jede einzelne Meldung zu lesen, klickt man auf die jeweilige Zeile im oberen Fenster.
Die elektronische Post neigt wie die gesprochene Umgangssprache dazu, weniger präzis und eindeutig zu sein als ein auf Papier geschriebenes Dokument. Dafür hat der Empfänger ja unmittelbar die Möglichkeit nachzuhaken und Klarstellungen zu verlangen. Es handelt sich aber nicht um ein so nuancenreiches Kommunikationsmittel wie die mündliche Sprache oder ein Dialog am Telefon, weil die Übermittlung von Intonation und Gestik nicht möglich ist. Der Briefpartner wird also einige Mühe haben zu entscheiden, ob man es ernst meint oder nur scherzt, ob man fröhlich ist oder traurig, frustriert oder euphorisch.
Deshalb unterscheiden sich emails auch von einer mündlichen Ansprache oder einem Aufsatz auf Papier. Bei der elektronischen Post wissen Sie in den meisten Fällen nichts über den Ort, an dem Ihr Gesprächspartner wohnt, über seine Denkart, seinen Humor, seine Gesundheit, seinen Zivilstand, sein Alter oder Geschlecht. Das bedeutet namentlich, dass beim Verfassen eine sehr umsichtige Formulierung nötig ist, um allfällige Missverständnisse zu vermeiden.
Hier einige Ratschläge für den guten Umgangston in der elektronischen Post. Im Jargon spricht man von Netiquette, d.h. «Netz-Etikette»

Die elektronische Post ermöglicht es auch, irgendwelche Informatik-Dateien mitzuschicken. Diese Eigenschaft wird dazu führen, dass man mittelfristig auf die veraltete Fax-Technologie verzichten wird.

Bevor man eine Datei als Attachment anhängt, sollte man sich vergewissern, dass der Briefpartner auch die passende Software hat, um diese Datei zu bearbeiten oder zumindest zu lesen. Danach schreibt man die eigentliche Meldung und klickt dann auf den Knopf Attach. Ein Standard-Dialog öffnet sich, der es erlaubt, die gewünschte Datei, die drangehängt werden soll, auszuwählen. Ist diese Auswahl getroffen, ist man fertig. Man überprüft, ob die richtige Datei eingebunden wurde, indem man auf das zweite Zungenregister klickt, das eine Briefklammer darstellt (vgl. Abbildung oben). Man kann an eine Meldung mehrere Dateien anhängen. Wenn man damit fertig ist, bleibt nur noch das Absenden, indem man auf dem Knopf Send klickt, wie weiter oben.
Vergessen Sie nicht, dass die meisten Internetbenutzer für Ihren Anschluss bezahlen müssen. Die Netiquette verlangt, dass man die Erlaubnis des Empfängers einholt, bevor man eine Datei als Attachment anhängt, die 100 KB (Kilobytes) übersteigt. Dazu schickt man zuerst eine Meldung ohne Attachment.
Zudem ist es wichtig, sich zu vergewissern, dass der Empfänger der Datei auch die benötigte Software besitzt, um die Datei zu bearbeiten, d.h. zu lesen und auszudrucken, und gegebenenfalls zu verändern. Einige Formate stellen einen Standard dar, diese kann man fast ohne Einschränkungen benutzen. Für Dokumente, die keiner Änderung bedürfen, braucht man das Format PDF. Dieses Format wurde von Adobe entwickelt und kann von einem Programm gelesen werden, das für alle Plattformen gratis zur Verfügung steht, vom Acrobat Reader. Der enorme Vorteil dieses Formates besteht darin, dass alle Schriftarten, Grafiken und das exakte Layout des Programms erhalten bleiben. Für Textdokumente, die verändert werden müssen, wird man das Format RTF (Rich Text Format) vorziehen, das alle Textverarbeitungsprogramme lesen können. In allen andern Fällen soll man den Empfänger fragen, welches Format er vorzieht.
Der Empfang einer angehängten Datei stellt kein Problem dar, solange der Adressat über die entsprechenden Hilfsprogramme verfügt, um die Dateien zu dekomprimieren. Tatsächlich werden die Dateien im Hinblick auf ihre Übertragung im Internet komprimiert, um ihre Unversehrtheit zu garantieren. Auf Macintosh-Seite ist das Standard-Komprimierungsformat SIT, das mit Hilfe der Gratissoftware Stuffit Expander dekodiert wird, unabhängig von der Plattform. Auf Windows-Maschinen heisst das Standard-Format ZIP. Dieses Format wird auf Macintosh dekodiert durch Stuffit Expander, UnZip oder ZipIt , oder auf Wintel-Maschinen durch WinZip.
Die folgende Abbildung zeigt eine Meldung mit einem Attachment. Das Sinnbild
oben an der Meldung (vgl. die untenstehende Abbildung) weist darauf hin, dass eine Datei beigefügt ist. Man bemerkt unten am Fenster eine Tabelle, die links ein Sinnbild mit dem Dateinamen («NuclearPlant3.tar.gz») und rechts eine vollständige Beschreibung enthält. Um die angehängte Datei auf die Festplatte zu kopieren, genügt es, auf das Sinnbild zu klicken und es auf den Schreibtisch oder in einen offenen Ordner zu ziehen. Anschliessend muss die Datei nur noch dekomprimiert werden.

Die elektronische Post, wie wir sie soeben beschrieben haben, entspricht einer Kommunikation genannt «one-to-one», das heisst, dass nur zwei Gesprächspartner Informationen austauschen. Es gibt indessen Situationen, in denen es nützlich wäre, mit mehreren Personen zu kommunizieren, wie bei einer allgemeinen Diskussion («many-to-many»).
Normalerweise benutzt man für einen solchen Meinungsaustausch im Internet die Newsgroups (die wir weiter unten behandeln). Die elektronische Post erlaubt indessen auch diese Art von Kommunikation: es sind dies die Mailinglisten oder die Newsletters.
Um bei einer Mailingliste mitzumachen, muss man über eine elektronische Adresse verfügen. Man schickt dem Verantwortlichen der Mailingliste ein email, wodurch man sich einschreibt oder die Liste abonniert. Die Abonnemente sind praktisch immer gratis. Ist man einmal bei einer Mailingliste abonniert, erhält man eine unterschiedliche Anzahl vom Meldungen zum besprochenen Thema. Manchmal braucht es mächtig viel Zeit, all die eingegangenen Meldungen durchzusehen.
Jeder Abonnent kann sich aktiv an der Diskussion beteiligen. Dazu muss er seinen Beitrag an eine einzige Adresse schicken, die ihm der Verantwortliche der Liste bei der Einschreibung mitgeteilt hat. Die Meldungen, die an diese Adresse gelangen, werden dann automatisch an alle Abonnenten verteilt, inklusive an den Autor der Meldung.
Die Teilnahme an einer Mailingliste ist an die gleiche Netiquette gebunden wie die elektronische Post. Es ist sogar ratsam, besonders vorsichtig zu sein und namentlich nicht für einen einfachen Kommentar eine Meldung zu verschicken, da die Empfänger sehr zahlreich sein können (einige Listen enthalten Tausende von Abonnenten). Grobe Verstösse gegen die Netiquette (Beschimpfungen usw.) werden oft durch eine regelrechte Lawine von kritischen, ja beleidigenden Meldungen (flames) an die Adresse des Autors geahndet, die die Arbeit eines Individuums auf dem Internet vollständig zum Erliegen bringen können.
Die Newsletters sind eine spezielle Form von Mailinglisten, bei denen eine einzelne Person die Meldungen an die Abonnenten verschickt (communication «one-to-many»). Es handelt sich hier im allgemeinen um Zeitungen oder elektronische Zeitschriften, um Presse-Verlautbarungen oder auch um Ankündigungen neuer Software-Versionen. Die Funktionsweise ist exakt dieselbe, nur dass die Abonnenten rein passiv sind.
Die News stellen ein schriftliches Diskussionssystem dar, das weltweit aufgebaut und thematisch gegliedert ist. Es erlaubt die Konsultation der newsgroups, auf deutsch der Diskussionsforen oder Diskussionsgruppen. Die Newsgroups sind eine Kommunikationsart, die speziell für «many-to-many» bestimmt ist. Es existieren mehrere Zehntausend davon. Sie sind nach Themen klassiert und hierarchisch organisiert. Einige sind sehr spezifisch, andere sind sehr allgemein.
Die Newsgroups erlauben den Austausch von Ideen, Ansichten, Erfahrungen und Ratschlägen. Es existieren zur Zeit etwa 30000 verschiedene Newsgroups und jeden Tag werden neue Gruppen gegründet. Die behandelten Themen sind extrem unterschiedlich: Wissenschaften, Musik, Freizeit, usw. Die Benutzer der News können die Artikel jeder einzelnen Newsgroup einsehen.
Das Nachschlagen in einer Newsgroup wickelt sich über einen Server ab, der vom Provider zur Verfügung gestellt wird. Bei der ersten Verbindung mit dem Server holt das Programm die vollständige Liste der auf dem Server verfügbaren Newsgroups, was eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Die meisten Provider stellen nicht die Gesamtheit der Newsgroups zur Verfügung, hauptsächlich wegen des dadurch verursachten enormen Anspruchs von Festplattenspeicher.
Die verschiedenen Diskussionsforen tragen einen Namen, der sich mehr oder weniger vom behandelten Thema herleitet. Sie sind geographisch gruppiert. Man bemerkt in der Abbildung weiter unten die Gruppe «ch.avalanche», die von Lawinen in der Schweiz spricht. Sie enthält 27 Artikel. Man sieht auch andere Schweizer Gruppen: «ch.chuug», «ch.comp», «ch.ewish», usw. Die Namen aller Gruppen, die zu einem bestimmten Land gehören, beginnen immer durch die Abkürzung dieses Landes, gefolgt von einem Punkt. Zum Beispiel beginnen die spezifischen Gruppen zu Frankreich und Deutschland mit «fr.» und «de.».
Daneben gibt es nicht-geographische Kategorien von Newsgroups, wie «alt.» (alternative) für die nicht-einzuordnenden Themen, «comp.» (computer) für Informatik-Fragen, «sci.» für wissenschaftliche Themen usw. Die Gruppe «comp.sys.mac.programmer.tools» behandelt zum Beispiel Themen, die Entwicklungswerkzeuge für Programmierer unter dem System Macintosh betreffen.
In der Abbildung sieht man einen Teil der vollständigen Liste, die vom Provider zur Verfügung gestellt wird.

Um ein Diskussionsforum unter Netscape Communicator zu konsultieren, muss man es zuerst abonnieren. Nachdem man die gewünschte Gruppe ausgewählt hat, klickt man auf den Knopf Subscribe. Diese Operation wiederholt man für jede Newsgroup, die man einsehen will, und klickt am Schluss auf OK.

Das Fenster Message Center enthält also neben den Ordnern mit den emails, auch noch die Newsgroups, für die man sich eingeschrieben hat.

Es genügt jetzt, das gewünschte Diskussionsforum durch einen Doppelklick zu öffnen und die einzelnen Beiträge zu lesen, auf die gleiche Art wie die elektronische Post.

Selber einen Artikel in einem Diskussionforum zu versenden, besteht darin, ein email an die betreffende Newsgroup zu verschicken. Der einzige Unterschied liegt in der Adresse, wo die Kopfzeile nicht mehr To sondern Discussion lautet und der Empfänger einfach der Name der Gruppe ist.

Wie beim Verschicken an einer Mailingliste sollte man sich strikt an die Regeln der Netiquette halten, der Beitrag kann ja schliesslich von irgendjemandem auf der weiten Welt gelesen werden.
Gewisse Gruppen haben eine spezielle Netiquette, an die man sich anzupassen hat. Die FAQs, Dateien, die die Antworten zu den häufig gestellten Fragen enthalten, fassen diese Vorschriften zusammen. Sie werden in den Gruppen, die sie benützen, regelmässig veröffentlicht (alle zwei Wochen oder alle Monate). Es ist absolut notwendig, sie zu einzusehen und zu lesen, bevor man was auch immer veröffentlicht. Man muss auch sichergehen, dass der Artikel, den man posten will, auch wirklich in Bezug steht zu den Themen im Diskussionsforum. Deshalb sollte man vorgängig etwa zehn Tage lang die Diskussionen verfolgen.
Es ist auch möglich, einem Autor eines Beitrages direkt per email zu antworten, namentlich wenn man die allgemeine Diskussion nicht durch persönliche Kommentare behindern will.
Die Übertragung von Dateien via FTP ist einer der ältesten Dienste des Internet. Er wurde zu Beginn der 70er Jahre in Betrieb genommen, noch bevor es den Begriff «Internet» gab. Wie sein Name verrät, erlaubt FTP Informatik-Dateien von einem Host zu einem andern zu transferieren.
Man unterscheidet zwei Arten von Datentransfer. Die erste, den man wie im Englischen «download» oder auch herunterladen nennt, besteht darin, eine Datei von einer entfernten Maschine auf den eigenen Computer zu holen. Die zweite Art erlaubt die umgekehrte Operation und nennt sich «upload» oder hochladen. Das Programm Communicator erlaubt die Datenübertragung in beiden Richtungen. In den meisten Anwendungen wird FTP für das «downloading» benutzt.
Um sich mit einem FTP-Server in Verbindung zu setzen, schreibt man im URL-Feld die Adresse des Servers, zum Beispiel <ftp://sunsite.cnlab-switch.ch/> und drückt die Return- oder Eingabetaste. Man beachte, dass hier die URL mit «ftp://» beginnt, was eben die Verwendung der FTP-Protokolls kennzeichnet.
Demzufolge zeigt sich auf dem Bildschirm statt einer Web-Seite eher ein Fenster mit eine Liste von Dateien oder Ordnern (Verzeichnissen), die ihrerseits wieder Verknüpfungen sind (vgl. Abbildung unten). Nach einem Klicken auf eine Verknüpfung, die auf eine Datei zeigt, beginnt unmittelbar ihr Herunterladen. Wenn es sich um einen Ordner (Verzeichnis) handelt, erhält man eine neue Liste mit den enthaltenen Dateien und Ordnern. Man bewegt sich auf diese Weise in der Hierarchie von Dateien und Ordnern, ähnlich wie man es auf seiner eigenen Maschine tut.
Weil das FTP-Protokoll schon alt ist (es stammt von 1973), kommt man nicht in den Genuss einer komfortablen graphischen Oberfläche. Deshalb ist der Gebrauch von FTP für den Anfänger recht mühsam. Im Gegenzug profitiert der routinierte Internet-Benutzer ganz klar, weil das FTP-Protokoll gegenüber dem WWW gewisse Vorteile bringt, weil das letztere nicht speziell für den Datentransfer konzipiert wurde.
Im Vergleich mit der elektronischen Post und seinen Attachments hat das FTP-Protokoll der Vorteil, ein «pull»-Dienst zu sein, d.h. der Benutzer verlangt Daten (Dateien), die ihm anschliessend übermittelt werden. Beim email ist das Gegenteil der Fall: Man erhält die Post und allfällige Attachments, ohne (in den meisten Fällen) speziell danach gefragt zu haben. Zudem erlaubt der FTP-Dienst, Dateien an ein grosses Publikum zu verteilen ohne den Zeitverlust, der notwendigerweise mit der Adressverwaltung und dem Datenversand an jede einzelne Adresse verbunden wäre.

Um eine Datei von seiner eigenen Maschine auf einen FTP-Server zu übertragen, muss man sich natürlich vorher mit dem Server in Verbindung setzten, so wie weiter oben beschrieben, und das Recht haben, auf diesem Server zu schreiben. Man soll sich vergewissern, dass der Ordner (Verzeichnis), in dem man schreiben will, auch sicher der ist, der im Fenster des Browsers erscheint.
Das weitere Vorgehen ist ganz einfach. Es genügt, das Sinnbild des zu übertragenden Dokuments ins Fenster des Communicators zu schieben. Das Programm kümmert sich um den Rest der Arbeit.
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