1. Theoretische Begriffe
2. Das World Wide Web
2.1. Hypertext
2.2. Arbeiten mit einem Browser
2.2.1. Das Browserfenster
2.2.2. Die Symbolleiste
2.2.3. Das URL-Feld
2.2.4. Die Statuszeile
2.2.5. Kontextmenüs und weitere wichtige Menüs
2.3. Surfen auf dem Internet
2.3.1. Die Bookmarks (Buch- oder Lesezeichen)
2.3.2. History
2.4. Suche nach Informationen
2.4.1. Suchmaschinen und Kataloge
2.4.2. Die Suche nach Informationen
2.4.3. Bewertung der gefundenen Information
2.5. Schutz der Privatsphäre
2.6. Sicherheit bei Transaktionen
3. Andere Dienste
4. Publication d'un site Web
Das Web ist einer von mehreren Diensten des Internets. Er wird auch als WWW bezeichnet. Dies ist die Abkürzung für «World Wide Web», was übersetzt «Welt weites Netz» bedeutet. Oft liest man auch die Bezeichnung W3 (= W3 ) in Analogie zur mathematischen Formel. Es war dieser Dienst, der dem Internet zu seinem Siegeszug verhalf, dies vor allem wegen der einfachen Bedienbarkeit und der Integration von Multimediaelementen. Dennoch: das Internet ist nicht nur das WWW!
Das Web wurde am CERN in Genf entwickelt und basiert auf der Technik des Hypertextes. Ein Hypertext ist ein Text (Dokument), der mit andern Dokumenten oder Dokumentteilen mittels sogenannter Hyperlinks verbunden ist. Indem man einen Hyperlink anklickt, gelangt man von einem Dokument zum andern. Ein Hypertext ist also - im Gegensatz zu «normalen» Texten - kein Text der von A nach Z verläuft.
Die Links in einem Hypertext sind gewöhnlich unterstrichen und in einer andern Textfarbe dargestellt. Auch Bilder können Hyperlinks enthalten.

Ein Hypertext kann verschiedene Dokumenttypen enthalten: Texte, Bilder, Animationen, Musik... Hypertexte sind eine ideale Grundlage für Multimedia.
Das Werkzeug, mit dem Hypertexte genutzt werden können ist der Browser (= «Blätterer»), ein Programm, das die Seiten des WWW auf dem Bildschirm darstellen kann. Die bekanntesten Browser sind Communicator, Navigator, Explorer und Opera.
Ursprünglich waren diese Programme nur für die Darstellung der Webseiten des WWW vorgesehen. Heute lassen sich mit ihrer Hilfe auch andere Dienste des Internets nutzen: FTP (Dateiübertragung), sowie E-Mail, die elektronische Post.
Alle Hypertextdokumente sind in einer gemeinsamen Sprache geschrieben: HTML (Hypertext Markup Language). Diese Sprache ähnelt Programmiersprachen. Befehle, sogenannte Tags, zeigen auf, wie das Dokument am Bildschirm erscheinen soll. Ein Text, der fett erscheinen soll, wird in HTML folgendermassen geschrieben: <B> Dieser Text ist fett <\B>. Selbst wenn diese Methode wenig effizient erscheint, hat sie einen grossen Vorteil: Ein HTML Text kann auf irgendeinem Computer erstellt und gelesen werden.

Nach dem Aufruf des Programms erscheint am Bildschirm ein Fenster, dessen wichtigste Elemente die folgenden sind:
In diesem Fenster wird das gesuchte Dokument dargestellt. Klickt man auf einen Link, so erscheint ein anderes Dokument.
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Die Schaltflächen Back und Forward erlauben es, die vorhergehende bzw. die nachfolgende Seite anzusehen. Bleibt man mit der Maus auf der Schaltfläche, so erscheint eine Liste bereits aufgerufener Seiten (allerdings nur jene der aktuellen Session).
Reload lädt die aktuelle Seite (nochmals), und Home startet die Homepage. Diese kann vom Benutzer des Browsers festgelegt werden.
Search und Guide rufen nützliche Seiten zur Informationssuche auf. Print druckt das Dokument und Stop hält das Laden einer Seite an.
Security zeigt an, ob die Seite chiffriert ist oder nicht.
Es enthält die Adresse einer Webseite, die sogenannte URL. In dieses Feld kann man direkt eine URL eintippen. Beim Eintippen der URL muss die deren Orthografie strikte eingehalten werden (keine Leerzeichen, Punkte...), sonst wird die Seite im Netz nicht gefunden.
In neueren Browserversionen ist es nicht mehr nötig, «http://» einzutippen, es genügt z.B. «www.edufr.ch» einzugeben.
Hier wird - unten links - angezeigt, ob eine Seite gesichert ist oder nicht, je nachdem ob das Schlosssymbol geschlossen
oder geöffnet
ist. Zudem wird über den Ladevorgang informiert (Prozentsatz) sowie über die Übertragungsgeschwindigkeit. Wenn ein Dokument vollständig geladen wurde, erscheint die Meldung Document: done. Wird der Kursor auf einen Link gesetzt, so erscheint die Adresse des Links.

Klickt man irgendwo im Text die rechte Maustaste oder hält den Mauszeiger gedrückt, erscheint ein Kontextmenü. Dieses Menü wechselt je nach Kontext, deshalb der Name. Die Abbildung zeigt das Kontextmenü, wenn der Kursor auf einen Link weist.
Ansonsten enthält auch ein Browser die in andern Programmen üblichen Menüs wie File (Datei) und Edit (Bearbeiten) auf.

Mit dem Menü View kann die Anzeige einer Seite gewechselt werden: So kann z.B. der HTML Code (d.h. die Übersetzung der Seite in diesen Code) angesehen werden (View Page Source)
Das Menü Go enthält die drei Befehle Back, Forward, Home. Zudem werden die in der gleichen Session besuchten Webseiten aufgelistet und können so wieder aufgerufen werden.
Das Menü Bookmarks (oder die Schaltfläche Bookmarks) erlaubt es, Adressen zu speichern und diese in Ordnern (Folder) zu organisieren.
Das Menü Communicator / Tools / History zeigt alle Adressen, die in letzter Zeit besucht wurden (diese Zeitspanne kann gewählt werden).
Das Menü Help ruft die Hilfe auf. Für die meisten Hilfeinformationen muss man online mit dem Internet verbunden sein, da die Informationen sich oft nur auf dem Server des Programmlieferanten befinden.
Surfen auf dem Internet bedeutet nichts anderes als mittels eines Browsers und der Hypertextmethode WWW-Seiten zu konsultieren.
Die offensichtlichsten Links sind im Text dank der Unterstreichung und der andern Farbe sofort erkennbar. Wie bereits gesagt, können auch Bilder Links enthalten. Indem man den Kursor auf den Link setzt, verwandelt sich dieser in eine Hand.
Einige Bilder (sog. «imagemaps») enthalten sogar mehrere Links, je nachdem wo man sich im Bild befindet. Die Adresse der Links erscheint unten in der Statuszeile.
Der direkte Ausdruck einer Internetseite ist i.A. keine gute Idee. Besser ist es, die Seite zu speichern (Menü File / Save As). Allerdings ist auch hier das Resultat nicht unbedingt befriedigend, v.a. verliert man die Bilder (die sich ja nicht am gleichen Ort wie der Text befinden müssen). Die Angaben zu den Links bleiben jedoch erhalten.

Um die Gesamtheit der Web-Seiten eines Rechners zusammen mit den Bildern, Tönen usw. herunterzuladen, gibt es spezialisierte Programme, z.B. WebDevil oder WebWhacker.
Häufig möchte man eine interessante Webseite später wieder aufrufen. Die einfachste - aber nicht die effizienteste - Möglichkeit ist es, das URL zu notieren und später wieder einzutippen.
Nun gibt es aber eine Methode, die wesentlich praktischer ist und zudem zum gleichen Resultat führt: die Bookmarks. Bei einem Buch legt man vor dem Einschlafen ein Lesezeichen dort ein, wo man aufgehört hat. Die Bookmarks bilden eine ähnliche Möglichkeit, Web-Adressen zu speichern.
Es genügt, die Schaltfläche Bookmarks anzuklicken und dort Add Bookmark zu wählen. Die Schaltfläche Bookmarks (bzw. das Menü Bookmarks / Edit Bookmarks ) zeigt nun die gespeicherten Bookmarks an. Um sie aufzurufen genügt es, diese anzuklicken.Die Bookmarks werden auf dem Computer des Anwenders gespeichert.

Mit der Zeit wird die Liste der Bookmarks recht ansehnlich. Es ist nun sinnvoll, die Bookmarks nach Themen zu ordnen und diese mit einem Kommentar, der über den Inhalt Auskunft gibt, zu versehen.
Um einen Ordner zu erstellen, wählt man das Menü Bookmarks / Edit Bookmarks. Im nun erscheinenden Fenster wählt man im Menü File / New Folder. Die Bookmarks können nun in diesen Ordner verschoben werden.

Um einen Kommentar über den Inhalt zu verfassen wählt man das Menü Bookmarks / Edit Bookmarks. Mit der rechten Maustaste klickt man einen Bookmark an und wählt im Kontextmenü Bookmark Properties und dann Description (Windows) bzw. man wählt Get Info im Menü Edit (Macintosh).
Diese wertvolle Liste kann wie eine Internetseite gespeichert werden. Im Fenster der Bookmarks wählt man dazu File / Save As.
Die History listet die zuletzt besuchten Webseiten auf. Mit dem Klicken auf die Schaltfläche Back gelangt man wieder zu ihnen.

Mit dem Menü Communicator / Tools / History erscheint die Liste und die Adressen können - analog zu den Bookmarks - direkt aufgerufen werden.
Im Internet liegen Millionen von Dokumenten, vergleichbar einer riesigen Bibliothek. Wie in dieser müssen diese Dokumente auch gefunden werden können.
Ein eigentliches Inhaltsverzeichnis für das Internet existiert nicht, viel zu viele Seiten kommen jeden Tag dazu. Die Instrumente für die Suche im Internet sind die Suchmaschinen und die Kataloge.
Die Suchmaschinen (search engines) sind Computer, die sich quasi durch das Internet fressen, 24 Stunden, 365 Tage lang. Sie legen eine riesige Datenbank an mit Stichwörtern, die in den Dokumenten gefunden wurden. Mit ihrer Hilfe lassen sich nun über Schlüsselbegriffe Dokumente finden. Solche Suchmaschinen werden auch «spider» (Spinne) oder «crawler» (Kriecher) genannt. Die bekanntesten Suchmaschinen sind Altavista und Lycos. Die Suchergebnisse sind vergleichbar mit einem Stichwortverzeichnis eines Buches.
Kataloge bestehen aus thematisch geordneten Verzeichnissen. Sie werden von Menschenhand unter Zuhilfename von Suchmaschinen erstellt. Der wohl bekannteste Katalog ist Yahoo. Ein Katalog lässt sich am ehesten mit einem Inhaltsverzeichnis eines Buches vergleichen.
Die Suche nach Informationen im Netz ist weniger einfach, als dies auf den ersten Blick erscheinen mag. Anhand eines Beispiels soll dies aufgezeigt werden.
Nehmen wir einmal an, dass wir Informationen über Kernkraftwerke, insbesondere über die Simulation von solchen Kernkraftwerken suchen. Ein erster Reflex führt zu Altavista. Ins Suchfeld tippen wir «Kernkraftwerke», dann klicken wir auf search. Nach einigen Sekunden erscheint ein Dokument mit den Suchergebnissen, d.h. den entsprechenden Links. Das Resultat ist meist enttäuschend: entweder gibt es Tausende von Links oder - ebenfalls sehr häufig - nur ganz wenige.

Wieso ist das Resultat einer solchen Suche oft nicht sehr brauchbar?
Einmal ist die Suche in einer Sprache zu limitiert. Die Mehrzahl der Internetseiten sind auf englisch verfasst, deshalb lohnt sich die Suche über den entsprechenden englischen Begriff, also «nuclear power plant». Wichtig ist es auch, Akzente und Umlaute zu vermeiden sowie alles klein zu schreiben.

Sucht man nun nach «nuclear power plant», so erhält man natürlich viel mehr Links, es sind deren 5'694'972. Sehr schnell stellt man fest, dass viele dieser Links unbrauchbar sind und es unmöglich ist, sie alle zu überprüfen. Wie erhält man nun bessere Suchergebnisse? Wir haben angenommen, dass die Suche nach «nuclear power plant» Altavista veranlasst, nach diesem Begriff zu suchen. In Wirklichkeit sucht die Maschine nach jedem der einzelnen Begriffe. Um nach einen präzisen Begriff zu suchen, muss dieser in Anführungs- und Schlusszeichen gesetzt werden, also «"nuclear power plant"». Aber auch diese Suche führt zu 20'804 Resultaten.

Genauere Resultate erhält man über einen sogenannte «advanced search», denn es lassen sich dabei die logischen Verbindungen AND, OR, NOT einsetzen.
Die Abbildung zeig ein Beispiel. Es bedeutet: man sucht alle Dokumente, die nach dem 21. März 1995 publiziert wurden, bei denen das Wort «nuclear» in der Nähe dem Wort «plant» steht oder bei denen das Wort «centrale» in der Nähe dem Wort «nucleaire» steht, in denen das Wort «simulator» oder das Wort «simulateur» vorkommt, nicht aber die Wörter «bomb» oder «bombe» oder «nuclear device».
Indem man ins Feld «Ranking» eines der Wörter eintippt, lässt sich zudem die Reihenfolge der Auflistung der Dokumente bestimmen.

Die Anzahl der Links ist immer noch beeindruckend, die Qualität der Links ist aber deutlich höher.
Es gibt noch weitere Möglichkeiten, die Suche einzugrenzen, man erhält diese über das Link «Help». Den Suchdienst Altavista gibt es in sprachspezifischen Versionen. Die Schweizerische Version nennt sich «sear.ch»
Ist die Information einmal gefunden, ist es absolut unerlässlich, einen kritischen Blick darauf zu werfen. Während es in der Tat kompliziert und schwierig ist, ein Buch zu veröffentlichen oder einen Artikel in einer Zeitschrift zu schreiben, ist eine Publikation im Internet sehr einfach. Irgendjemand kann dort etwas über was auch immer schreiben. Hier einige Kriterien, um Informationsquellen im Internet zu beurteilen (vgl. in diesem Zusammenhang einen ausgezeichneten Artikel von Robert Harris):
Eine Internetverbindung ist entgegen landläufiger Meinung nicht vollständig anonym. Die WWW-Server, mit denen man sich in Verbindung setzt, erhalten nämlich automatisch die IP-Adresse des Computers. Es ist deshalb möglich, die Personen ausfindig zu machen, die diese oder jene Web-Seite besucht haben.
Zudem hat ein Web-Server die Möglichkeit, Daten zu speichern, ohne dass der Besucher davon etwas merkt. Das bedeutet, dass gewisse Sites private Informationen auf der Festplatte des Surfers speichern. Alle anderen Server, die zur gleichen Internetdomäne gehören wie der ursprüngliche Web-Server, können auf diese Informationen zurückgreifen, wenn der Surfer dorthin zurückkehrt. Diese vertraulichen Information, sogenannte «cookies», werden in den meisten Fällen kommerziell genutzt: Ein Unternehmen kann auf diese Weise herausfinden, an welchen Produkten Sie besonders interessiert sind und Ihnen entsprechende Werbesendungen zustellen.
Die Cookies können auch dazu dienen, Ihren Zutritt zu einer Web-Site, die Sie regelmässig besuchen, zu personalisieren. Sie dienen also nicht ausschliesslich dazu, Ihre Surf-Eigenschaften auszuspionieren. Auf Ihrer Festplatte werden sie in einer Datei mit dem Namen «MagicCookie» oder «cookies.txt» oder auch in einem Ordner «Cookies» gespeichert. Es ist immer möglich, diese Dateien und Ordner eigenhändig zu löschen, und zwar ohne negative Folgen.
Cookies sind keinesfalls mit Viren gleichzustellen. Sie stellen aber trotzdem eine Gefährdung der Privatsphäre dar. Neuere Browser-Programme erlauben es, Web-Sites, die Cookies speichern dürfen, namentlich herauszufiltrieren, oder die Cookies vollständig zu untersagen (vgl. folgendes Bild).

Eine erschöpfende Diskussion dieses Problems und der hinterlassenen Internet-Spuren auf den besuchten Web-Servern findet sich beim Deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) oder bei der Commission Nationale de l'Informatique et des Libertés (CNIL) in Frankreich.
Der Handel auf dem Internet ist ständig am Wachsen. Man bietet praktisch alles via Internet an: Software, Nahrungsmittel, Reisen, CDs, usw. Die Zahlungen der Kunden an die Anbieter werden im wesentlichen auf zwei Arten bewerkstelligt: durch eine Kreditkarte oder durch virtuelles Geld, wobei die erste Methode zur Zeit die geläufigere ist.
Wenn man auf einer Web-Site mit Hilfe einer Kreditkarte einen Kauf tätigt, so verlangt der Verkäufer vertrauliche Informationen, namentlich die Kreditkartennummer und das Ablaufdatum. In den meisten Fällen ist der Server nicht in der Lage, diese Daten zu verschlüsseln, und die Informationen zirkulieren im Klartext auf dem Netz. Es ist deshalb theoretisch möglich, die Angaben abzufangen, um sie in betrügerischer Absicht zu benutzen. In Wirklichkeit ist dieses Risiko gering. Es ist insbesondere kleiner als die Gefahr, dass die Kreditkartennummer bei einem Telefongespräch oder einem Fax abgefangen wird.
Das grösste Risiko einer unerlaubten Verwendung dieser Daten besteht auf Seiten des Empfängers (Verkäufers), auf den man sich gezwungenermassen verlassen muss, selbst wenn die übermittelten Daten verschlüsselt waren. Wenn man in den Empfänger der Informationen nicht absolutes Vertrauen haben kann, sollte man lieber davon absehen, die Kreditkartennummer zu übermitteln.
Nach und nach drängen auch die Bank-Transaktionen aufs Internet. In diesem Fall ist es notwendig, für beide Wege der Transaktion absolute Geheimhaltung zu garantieren. Deshalb muss der Benutzer für die Abwicklung von Bankgeschäften ein entsprechendes Verschlüsselungsprogramm herunterladen, wie SafeLine oder auch SecureNet. Die entsprechende Technik ist noch in Entwicklung.
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